Diverse Studien aus unterschiedlichen Wissenschaften belegen die positive Wirkung von Naturbegegnungen, wie z. B in der Medizin, in der Psychologie und Soziologie.

Der Kontakt mit der Natur kann ganz unterschiedlich sein, dazu zählen auch Naturbeobachtung, ein Spaziergang im Freien oder das Arbeiten im Garten. Als Lern-, Erlebnis- und Erfahrungsort hat die Natur oder naturnahe Räume einen ganz besonderen Wert, der die mentale, soziale und physische Entwicklung von Kindern fördern kann.

 Erste Untersuchungen zu dieser Thematik (Barton & Pretty 2010; Retzlaff-Fürst 2014) zeigten, dass durch Aktivitäten in der Natur der Selbstwert steigt. Ein geringes Selbstwertgefühl ist ein häufiges Symptom von depressiven Personen, so stellen Naturerfahrungen einen wichtigen Schutzfaktor der mentalen Gesundheit dar.

Insbesondere Personen mit einer höheren Naturverbundenheit haben dabei einen Vorteil. So weisen naturverbundene Personen eine höhere Vitalität und Lebenszufriedenheit im Vergleich zu weniger naturverbundenen Personen auf (Capaldi, Dopko und Zelenski 2014).

Literatur

Blair, D. (2009). The Child in the Garden: An Evaluative Review oft the Benefits of School Gardening. In: The Journal of Environmental Education 40 (2), p. 15-38.

Retzlaff-Fürst, C. (2014) A school garden as a location of health education: Green cheers you up. In: 10th Conference of European Researchers of Biology. Haifa: Technion.

Capaldi CA, Dopko RL, Zelenski JM. (2014) The relationship between nature connectedness and happiness: a meta-analysis. Front Psychol.

 

Vor diesem Hintergrund forschen wir, die Fachdidaktik Biologie der Universität Rostock, zu Auswirkungen von Tätigkeiten im Schulgarten auf das Wohlbefinden, das Selbstwertgefühl, emotionale-soziale Kompetenzen und die Motivation von Schülern.